Die Einführung der Fürstenporträts auf Salzburger Verkehrsmünzen:

Franz Anton Harrach begann in Salzburg mit der Prägung von Münzen, die sein Porträt zeigten. Damit endete die jahrhundertealte Tradition der alleinigen Darstellung des Stiftsheiligen Rupert.

Die nördlichen Nachbarn: Bistum Passau und Olmütz:

Taler Passau 1697 (Bild: Meister/Sonntag)
Taler Passau 1701 (Bild: Künker)
Taler Passau 1712 (Bild: Künker)
Taler Passau 1717 (Bild: Meister/Sonntag)
Taler Olmütz 1703 (Bild: Künker)
Taler Olmütz 1711 (Bild: Künker)

Beide Bistümer beginnen mit den Porträtmünzen schon Jahre vor dem Erzbischof von Salzburg. 

Das Römisch Deutsche Reich:

Halbguldiner 1486 Hall (Bild: Künker)
Taler 1709 Wien (Bild: Künker)

Im Römisch Deutschen Reich war die Darstelung des Herrscherporträts schon seit 1486 üblich, das Herrscherporträt der frühen Schauguldiner Kaiser Maximilians wurde von seinen Nachfolgern auf Talern durchgehend übernommen.

Bayern und Sachsen:

Taler Bayern 1694 (Bild: Rauch)
Taler Sachsen 1525ff (Bild Künker)

In Bayern prägte man ab 16 Taler mit dem Kopf des Kurfürsten, andere Staaten wie z.B. Sachsen begannen schon im frühen 16. Jahrhundert.

Das absolutistische Propagandabild des Herrscherkopfes wurde in Salzburg also relativ spät eingeführt.

SAZBURG:

Porträtvierteltaler

Franz Anton Harrach prägt 17 die ersten Vierteltaler mit seinem Porträt.

Porträthalbtaler (Gulden):

Porträttaler:

1710 liess Harrach den ersten Taler mit seinem Porträt vom Stempelschneider Phillip Heinrich Miller anfertigen. Ab diesem Zeitpumt bis zum Ende der Salzburger Münzstätte liess jeder Prägeherrsein Porträt auf den Talern anbringen.

Taler 1718 (Bild: Künker)
Taler 1742 (Bild: Frühwald)
Taler 1746 (Bild: Frühwald)
Taler 1748 (Bild: Frühwald)

Einfache Porträtdukaten:

Ab 1710 begann die Prägung der Golddukaten mit den Porträts der Erzbischöfe.

Dukat 1727 (Bild: Sincona)
Dukat 1746 (Bild: Künker)